'
Landkarte Brauerei Liesing Kaiserebersdorf Raxstraße
win4wien I Projekte I Raxstraße I Projektbeschreibung
Zur StartseiteE-Mail sendenInformationen

Raxstraße
 
Projektbeschreibung

Leitidee

Die Bauträger – die win4wien Bauträger GmbH und ihre Muttergesellschaften EBG, Neues Leben, Neue Heimat und Mischek Liegenschaften haben mit ihrem Projekt in der Kaiser-Ebersdorferstrasse 79+85 bewiesen, dass sie bei der Umsetzung von architektonisch hoch komplexen und dichten Objekten ein besonderes Augenmerk sowohl auf eine soziale Durchmischung, als auch auf die Integration von Wohnen und Arbeiten, sowie neuer, innovativer Wohnformen und auch auf die nachhaltige Bespielung einer Vielzahl von Gemeinschaftseinrichtungen legen. Dieser Ansatz wird im vorliegenden Projekt wiederum exemplarisch umgesetzt.

Die Struktur der Bebauung wird von einem gemeinsamen Auftritt von 3 Architekten an der Raxstrasse - analog zum historischen Ansatz der Gründerzeitstadt - individuell in die Tiefe entwickelt. Es entsteht ein heterogenes, abwechslungsreiches Erscheinungsbild im Straßenraum, welches die differenzierte Baustruktur im Inneren spiegelt.

Aus dem Grundansatz von drei ost- west orientierten Baukörpern werden drei individuelle Architekturen entwickelt, die spannungsreiche Freiräume bilden und so aus der hohen Dichte urbane Raumqualitäten generieren.

Architektur

Städtebau:
Die Durchmessung des gesamten Grundstückes von Norden nach Süden durch die Baukörper erfolgt einmal als pfeilförmige Randbebauung im Westen als monadische Inselbebauung im Osten und als säulenförmige Mittelbebauung. Jeder der Baukörper generiert prägnante unterschiedliche Raumformen mit jeweils spezifischer Außen sowie Binnencharakteristik. Es entstehen damit konkret gefasste Zwischenräume mit unterschiedlichen „Durchflussgeschwindigkeiten“.

Ökonomie

Im vorgelegten Projekt wird besonderer Wert auf die soziale Durchmischung gelegt. So wurden die geforderten Eigentumswohnungen nicht in einen eigenen „getrennten“ Baukörper gelegt, sondern werden  in jedem Bauteil v.a. in den oberen Geschossen angeordnet.

Die Gemeinschaftseinrichtungen werden über das bei win4Wien schon erprobte Buchungssystem via Internet mit Zugang per Chipkarte verwaltet und organisiert. Den Bewohnern der Anlage wird eine eigene Internetplattform zur Verfügung gestellt.







Innovative Wohnformen:
Als besondere Innovation kann die Wohngemeinschaft für Alleinerzieherinnen im Bauteil L angesehen werden (derzeit eingeplante Variante 3 Einheiten). Bei 60% Scheidungsrate in Wien erscheint es ein Gebot der Stunde auf die oft vorhandene soziale Vereinsamung und finanzielle Belastung von Alleinerzieherinnen auch im Wohnbau Antworten zu finden. Alleinerzieherinnen können sich hier Wohngemeinschaftsartig eine Wohnung teilen, wobei jede einen individuellen Bereich (Eingang, Zimmer, Bad) hat und man Wohn-, Koch-, Ess- und Spielbereich teilt. Bei hohem Interesse können diese Einheiten vermehrt werden. Die typologische Kombinatorik bietet
Individualität und Gemeinsamkeit auch im normalen Wohnhaus.
Der umlaufende Grundriss ermöglicht es mehrere Kleinwohnungen über einen Bypass so zu verbinden, dass sie sowohl als individuelle 2 Zimmerwohnung genützt werden können.

Ökologie

Der Passivhausstandard konnte für 3 Baukörper(und verbessertes Niedrigenergiehaus für 1 Baukörper erreicht werden

In der Verwendung der gewählten Baumaterialien wurde bereits auf einen etwaigen Rückbau Rücksicht genommen. Auch der Verzicht auf ökologisch bedenkliche Materialien im bekannten Rahmen, kombiniert mit dem Verzicht auf Verbundmaterialien, ist hier in Ansatz zu bringen.

Freiraumgestaltung:
In der prononciert urbanen Bebauung entsteht nach Innen ein zerklüfteter, spannungsreicher Freiraum.

Kinderspielbereich:
Die Spielflächen für die Bewohner wie für den Kindergarten (selbstverständlich getrennt) sind im Grünstreifen nördlich der Bauteile situiert. Gedacht ist an ein naturnahes Spielen, welches die Neugier und Entdeckungslust der Kinder befördern.

Dachlandschaften:
Da aufgrund der geforderten hohen Dichte nur ein begrenztes Grünangebot im EG vorhanden ist, wurden auf allen Bauteilen allgemeine Dachterrassenelemente vorwiegend mit intensiver Begrünung eingeplant. Vor allem das geplante Schwimmbad auf dem nördlichen Objekt ist hier gesondert anzuführen. Dieses Schwimmbad wird via Sonnekollektoren beheizt. Die energetischen Betriebskosten werden dadurch minimiert.